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Überblick-Düsseldorf geht aus 
2007 / 2008

Fehrenbach
Julia und Jürgen in vier Gängen

Julia ist eine sehr präsente und gastfreundliche Chefin, die ihr kleines Reich voll im Griff hat. So wie Jürgen seine Küche. Insgesamt Wohlfühl-Ambiente mit freundlichem, jungem Service-Personal. Und wie wunderbar: Ein Nichtraucherrestaurant. Was aber unter den Rauchern sehr kommunikationsfördernd war, weil man sich solidarisieren musste und zum Rauchen immer gemeinsam draußen vor der Tür stand. Der Blick in die Karte weist uns durch das Menü „Julia“ und das Menü „Jürgen“, wobei wir der geschlechtspezifischen Speisenauswahl folgten- die Damen wählte das weibliche Menü, der Herr das männliche. Als Gruß aus der Küche wurde uns ein pfeffriges Süppchen von grünem Spargel und Basilikum serviert- lecker. Der erste Gang bestand auf Julias Seite aus Thunfischtatar mit Fenchelparfait und provenzalischer Gemüsevinaigrette und auf Jürgens Seite aus gebratenen Jakobsmuscheln
auf Erbsen-Minzpüree mit Karotten-Currysoße. Alles super frisch und noch leckerer.
Danach gab’s bei „Jürgen“ gebratene Gänseleber und Blutwurst auf Apelconfit- sehr, sehr lecker. Und bei „ Julia“ gebratenen weißen Heilbutt mit Petersilienwurzelgemüse und Champagnersauce – super zarter Fisch, leicht cross angebraten, ich habe die Soße bis zum letzten Tropfen ausgelöffelt. Der „weibliche“ Hauptgang fiel ein bisschen deftiger aus: Roulade vom Simmentaler Entrecôte mit Trüffelsauce und Kartoffelpüree - man schmeckte kraftvolle Leidenschaft heraus. Die zarte Variante kam diesmal vom Mann: Filet und Bäckchen vom Kalb mit Spargelgemüse und Morchelsauce. Weswegen wir die Hauptgerichte nach der Hälfte des Genusses getauscht haben. Alles noch viel leckerer als lecker. Und dazu ein großes Kompliment, wen man bedenkt, dass Jürgen Fehrenbach mit einer Assistentin und einer Spülkraft alles allein in der Mini-Küche meistert. Wir waren an einem Samstagabend da, und bis auf den letzten sechsundzwanzigsten Platz war alles besetzt. Wie empfehlen dringend einen schnellen Besuch in diesem wunderbaren Restaurant, bevor ein Investor Herrn Fehrenbach von seinem kleinen an einen großen Herd weglockt. koax
   

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